Facebook Werbung schalten: Kosten, Tipps und Fehler | BlogMonetarisieren.de
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Facebook Werbung schalten: Kosten, Tipps und Fehler

Facebook Werbung schalten: Kosten, Tipps und Fehler
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Wenn Du gerne Facebook Werbung schalten möchtest, aber noch einige Fragen dazu hast, dann verrate ich Dir in diesem Artikel einige Insights, damit Deine Ads ein voller Erfolg werden.

Warum Facebook Werbung nutzen?

Facebook verfügt neben einer extrem hohen Reichweite über sehr genaues Benutzerwissen.

Einer meiner wichtigsten Grundsätze in der Vermarktung lautet:
Finde heraus, welche Bedürfnisse Deine Zielgruppe hat und biete ihr Lösungen (Produkte/Dienstleistungen) an, um diese Bedürfnisse zu befriedigen!

Durch die Kombination von Wissen über die User und die zahlreichen Filteroptionen, welche Dir Facebook für Deine Zielgruppenbestimmung zu Verfügung stellt, bist Du in der Lage, Deine Bedarfsgruppen messerscharf einzugrenzen und Streuverluste bei der Aussendung der Werbeanzeigen so gering wie möglich zu halten.

Anstatt mit einer großen Gießkanne, nach dem Prinzip „Eine Botschaft für alle“, nutzen wir Pipetten.

Dann heißt es: „Unsere Botschaft nur für Interessenten“.

facebook werbung

Hast Du meine Werbung gesehen???

Hansi (frei gewählter Name) hat ein großes Geschäft für Grillausrüstung und möchte Werbung dafür machen.

Er entscheidet sich dafür mal richtig in die Vollen zu gehen und schaltet Fernsehwerbung.

Um herauszufinden, wie viele Kunden er dadurch generiert, fügt er dem Anzeigentext auch noch einen Rabatt-Code hinzu, dessen Einlösung er zeitlich begrenzt.

Hansi ist voller Vorfreude, denn seine Anzeige soll einmal direkt während der Prime-Time ausgestrahlt werden.

Aufgeregt schreibt er sogar einigen seiner Freunde, dass heute Abend seine Werbeanzeige ausgestrahlt wird und sie alle ganz genau hinschauen sollen.

Der Tag danach…

Hansi steht auf und hakt bei seinen Freunden nach, wie ihnen die Werbeanzeige gefallen hat. Die Antworten sind ernüchternd.

„Habe ich gar nicht mitbekommen, war bestimmt gerade parallel mit dem Handy auf Facebook unterwegs.“

„Hat mir gut gefallen, kannst Du mir den Rabatt-Code nochmal geben, hatte so schnell nichts zu Schreiben zur Hand.“

„Oh, da war ich wohl gerade auf dem Boiler. Wann machst Du das nochmal?“

„Würde ich in der Nähe wohnen, könnte ich vorbeikommen aber dein Laden ist einfach zu weit weg.“

„Die Anzeige war klasse, aber ich habe mit Gartenarbeit nichts am Hut.“

Hansi knirscht mit den Zähnen und wartet ab, wie oft der Rabatt-Code in der nächsten Woche eingelöst wird.

Nichts passiert und langsam er sich, warum von soooo vielen Zuschauern kein Einziger darauf reagiert hat.

Eine Woche später trifft er auf einer Gartenmesse einen Freund, der einen Vertrieb für Reitzubehör hat und dazu passend einen Onlineshop betreibt.

„Hansi, wir kennen uns jetzt schon soo viele Jahre und ich liebe es, mich mit Dir auf der Nordschleife zu messen, doch ich mache mir Sorgen, dass ich Dich bald nicht mehr auf der Strecke antreffe, wenn Du so weitermachst. Ich werde Dir helfen und Dir die Tage mal meinen Marketingexperten vorbeischicken.“

Ein Jahr später hat Hansi einen brummenden Onlineshop und investiert einen Großteil seines Werbebudgets in Facebook Werbung.

Bevor er eine Anzeige schaltet, filtert er ganz genau seine Bedarfsgruppe heraus. Er erstellt eine sogenannte Custom Audience von seiner Website. Dafür lässt er Facebook alle Nutzer über ein Facebook Pixel markieren, die schon etwas in seinem Shop gekauft haben.

Tipp: Je größer die Custom Audience (Facebook braucht eine Mindestanzahl von 20 / ich empfehle 500+), desto genauer lässt sich eine Lookalike Audience (Zwillingszielgruppe) daraus generieren.

Im zweiten Schritt lässt er Facebook eine darauf basierende Lookalike Audience generieren. Facebook sucht dabei alle Nutzer heraus, die ähnliche Eigenschaften, Interessen und Verhaltensweisen der vorher markierten Onlineshop-Kunden haben und erstellt daraus automatisch eine Zielgruppe.

Jetzt kann er seine Werbeanzeige genau diesen Facebook-Nutzern anzeigen lassen und leitet sie mit nur einem Klick auf die Anzeige in seinen Onlineshop.

Im ersten Moment macht diese Vorgehensweise vielleicht den Eindruck, als wenn sie schwer zu verstehen ist, doch in der Praxis ist das Schalten von Facebook Ads nach einer kurzen Anleitung kinderleicht.


Wenn Du Dir gerne von jemandem Schritt für Schritt zeigen lassen willst, wie Du Facebook Werbung schalten kannst, dann empfehle ich Dir diesen leichtverständlichen Videokurs von Niko*.


Andernfalls kann es schnell passieren, dass man ohne Leitung auf eigene Faust handelt und sehr schnell, sehr viel Geld verbrennt (Man muss nicht alle Fehler selbst machen!).

Wie viel kostet Facebook Werbung?

Eine der ersten Info-Fragen von Einsteigern lautet oft:

„Kann ich ein Kostenlimit setzen, damit Facebook nicht plötzlich ganz viele Anzeigen schaltet und ich eine riesige Rechnung bekomme?“

Die Antwort darauf lautet: Ja!

facebook werbung budget

Sobald Du eine Anzeige planst, kannst Du ein Tagesbudget einstellen. Ist dieses Budget erschöpft, stoppt Facebook automatisch die Auslieferung Deiner Anzeigen.

Willst Du Deine erste Anzeige beispielsweise über die Dauer einer Woche schalten lassen und hast Dir ein Limit von 70€ gesetzt, ist es ganz einfach.


  • 1. Überweise per Paypal oder Sofortüberweisung 70€ auf Dein Facebook-Werbekonto
  • 2. Lege ein Tagesbudget von 10€ fest
  • 3. Begrenze die Dauer der Werbekampagne auf 7 Tage

Jetzt kannst Du eine Woche lang, ganz entspannt an dieser Kampagne herumdoktern und bezahlst maximal 70€.

Je nachdem, welches Kampagnenziel Du auswählst, bezahlst Du:


  • Pro Klick auf Deine Werbeanzeige (oder einen im Text enthaltenen Link)
  • Pro Interaktion (Like, Teilen oder Kommentieren Deiner Anzeige)
  • Pro Impression (Einblendung Deiner Anzeige)

Bezahlst Du pro Klick, dann wird Deinem Budget bei jedem Klick auf die Anzeige ein sogenannter Klickpreis abgezogen.

Wie hoch dieser Klickpreis ausfällt, ist abhängig von einigen Faktoren, die ich Dir in den folgenden Absätzen genauer erkläre.

Meine erste Erfahrung

Doch kommen wir erst einmal zu meinem eigenen Erwachen.

Nachdem ich immer wieder davon las, dass man tausende Menschen erreichen kann und das sogar bei Klickpreisen von unter 2 Cent, wurde ich gierig.

Folgende Schritte standen an:


  • 50€ auf das Werbekonto überweisen
  • Kampagnenziel auswählen
  • Zielgruppe definieren
  • Platzierung auswählen
  • Budget und Zeitplan einstellen
  • Format festlegen
  • Werbeanzeigen Bild 1200 x 628 Pixel hochladen
  • Anzeige zur Freischaltung anbieten

Mein Ziel bestand darin, Facebook User per Klick auf die Anzeige auf einen Blog zu leiten.

Dafür stellte ich ein, dass Facebook den Klickpreis automatisch bestimmt, um die Anzeige so oft wie möglich auszuliefern.

Immer wieder blickte ich an diesem Tag auf mein Smartphone und prüfte, ob die Anzeige schon angeklickt wird. Nichts passierte. Keine Auslieferungen, keine Klicks, keine Frequenz.

Dann kam der erste Schock!
Dann war es endlich soweit, der erste Klick auf die Anzeige fand statt und ich sah den danebenstehenden Klickpreis.
Waaaass? 1,70 € für einen einzigen Klick???? Blitzschnell rechnete ich hoch und war geschockt.

Facebook Werbung kosten

Wenn das so weitergeht, dann bekomme ich für mein Tagesbudget ja gerade mal X Leute auf den Blog!

Ne, da könnte man ja auch einfach irgendjemandem 20€ in die Hand drücken und der postet dafür die Artikel-Links, über ein weibliches Fakeprofil in jede Facebook-Gruppe, die mit dem Thema zu tun hat…

Ich war bitter enttäuscht, denn ich wollte doch gaaanz viel Traffic für wenig Geld einkaufen und nicht dabei zusehen, wie ich mit jedem Klick ein „Körnerbrötchen vom Bäcker“ auf das Konto von Mark Z. überweise.

Ich legte weitere Kampagnen an und fing an zu testen. Dabei fand ich einige Insights heraus, die ich in den folgenden Tipps verrate.

Tipps für Deine Facebook Ads

Damit Du einen möglichst günstigen Klickpreis bekommst, werfen wir jetzt einen gemeinsamen Blick auf die Art und Weise, wie Facebook einen Klickpreis bemisst.

Facebooks oberstes Ziel: Liefere den Menschen immer die Information mit der höchsten Relevanz!

Um herauszufinden, wie relevant ein Werbepost für die jeweils gewählte Zielgruppe ist, zählt Facebook in Echtzeit mit, wie stark die Nutzer darauf reagieren. Reaktionen können sein, Klicken, Kommentieren, Liken oder Teilen des Posts. Je häufiger auf den Post reagiert wird, desto höher muß wohl das Interesse an diesem Thema und damit auch die Relevanz für die Zielgruppe sein. Der Klickpreis sinkt!

Tipp: Ab 500 Werbeeinblendungen zeigt Facebook im Werbeanzeigenmanager sogar einen Relevanzwert von 1 (schwach) bis 10 (supergut!) an.

Welche Möglichkeiten haben wir jetzt, um dafür zu sorgen, dass die User möglichst stark mit unserer Anzeige interagieren?

  • Verwende Bilder mit möglichst wenig Text, die sich besonders farbenstark von Facebook abheben, um aufzufallen und wahrgenommen zu werden
  • Nutze die Kraft der Emotionen und verwende Motive, auf denen ausdrucksstarke Gesichter zu sehen sind
  • Fordere in der Überschrift zum Handeln auf (Call-To-Action) „Jetzt Masterplan herunterladen!“
  • Stelle in dem Text über der Anzeige (Teaser) offene Fragen, welche den Empfänger der Werbebotschaft zum Kommentieren, Liken oder Teilen animieren.

Tipp: Facebook hat eine Kooperation mit Shutterstock und ermöglicht Dir Motive direkt aus der Datenbank [Kostenlose Standardbilder] für Deine Werbeanzeige zu nutzen!

facebook werbung standardbilder

Mit diesen Vorgehensweisen habe ich bisher die besten Ergebnisse erzielt, dennoch ist auch dies nur ein vorläufiges Endergebnis. Sobald ich weitere Insights herausfinde, wird die vorher genannte Liste sofort für Dich erweitert.

Nachtrag: Da sich immer mehr Einsteiger über Fake Likes und/oder „Arab-Likes“ beschweren, habe ich für Dich jetzt den Artikel
Facebook Werbung: Fake Likes vermeiden – 4 Tipps
geschrieben.

Welche Fehler solltest Du vermeiden?

Einer der Hauptfehler besteht darin, ohne eine signifikante Zahlenbasis (Werbeanzeige wurde beispielsweise erst 200 mal ausgespielt) voreilige Schlüsse zieht und direkt an der Anzeige herumoptimiert.

facebook werbung kampagnen

Bevor die Anzeige nicht 1.000 Leute zu Gesicht bekommen haben, solltest Du Ruhe walten lassen und die Reaktionen beobachten.

Ein weiterer Geldverbrenner besteht darin, nur eine Kampagne zu schalten und auf einen „Lucky Strike“ zu hoffen.

Ich empfehle Dir, immer mehrere Kampagnen parallel zu schalten, die sich bei gleichem Text nur durch die Bilder unterscheiden, um dann zu schauen, welche Anzeige am besten läuft.

Hast Du ein Bild gefunden, dass besonders viel Aufmerksamkeit erzeugt, baust Du dieses bei allen Kampagnen ein und kannst anfangen, unterschiedliche Texte auszuprobieren.

Ab jetzt heißt es: „Probieren geht über Studieren“ und dafür wünsche ich Dir viel Erfolg!

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7 Kommentare

  1. Feisi

    Danke für die wertvollen Tipps. Werde ich wohl auch selber bald ausprobieren. Sind 100€ OK für den Anfang? Du bist für mich einfach der beste auf dem Markt und ich komme immer wieder gerne auf Deine Seite.

    Antworten
    1. Coach (Beitrags-Autor)

      Hallo Feisi, vielen Dank für die Blumen. Gerade am Anfang sind 100€ eine gute Investition, um Erfahrungen zu sammeln. Gib erstmal ein Tagesbudget von 5€ an und probiere die unterschiedlichen Standardbilder aus. Ich wünsche Dir viel Erfolg! PS: Schreib beim nächsten Mal auch gerne Deine Website mit dazu, dann werfe ich einen Blick darauf. 🙂

      Antworten
  2. Tina Gallinaro

    Hi Marc, dankeschön für die vielen Tipps!
    Meine Leser der Wochenschau werden sich auch definitiv darüber freuen 😉
    LG Tina

    Antworten
  3. Roland

    Prima Tipps von dir. Jetzt habe ich erst einmal einen Fahrplan und weiß, wie ich bei der Facebook Werbung vorgehen kann. Wenn man in den Werbeanzeigenmanager reinschaut, erschlagen einen erst einmal die verschiedenen Möglichkeiten und man fühlt sich überfordert. Ich werde das jetzt einfach mal ausprobieren.

    Antworten
    1. Coach (Beitrags-Autor)

      Hallo Roland, danke für Dein Feedback. Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Starten Deiner Kampagnen!

      Antworten
  4. Ingrid

    Hallo, und Dank für die vielen Info`s. Auch ich habe auf meiner Webseite eine Custom Audience erstellt um die „für mich passende Zielgruppe“ zu erfassen. Da der SEO-Traffic nicht einen großen Anteil an Traffic hat poste ich zusätzlich in Facebookgruppen die sich dafür interessieren könnten. Ich habe dann bis zu 200 Seitenaufrufe am Tag. Nachdem ich eine „Lookalike“ daraus erstellt hatte und in die Werbung ging kam der herbe Rückschlag. Keine Resonanz bzw. auch Klickpreise von € 1,50 ! Also folgere ich: Es kommen zu unterschiedlich Besucher auf meine Webseite, schauen einmal und gehen wieder.(Zeigt sich auch in Analytics)Stellt sich jetzt die Frage: Wie kann ich meine Besucher genauer targetieren, um zu einer brauchbaren ZG zu kommen? Ich bewege mich auch in der Branche Affiliate/Online Business. Aber die Gruppe die mich besucht ist zu weit gestreut, vom z.B. Blumenladen bis zum MLM – Experten.

    Antworten
    1. Coach (Beitrags-Autor)

      Hallo Ingrid, vielen Dank vorab für Dein Feedback und den ausführlichen Kommentar. War damals auch überrascht, als ich überall von 1-2ct pro Klick las und dann über 1,75€ pro Klick abgerechnet wurden. Die Money-Affiliate Branche wird stark beworben. Der Facebook-Traffic besteht oft größtenteils aus sogenannten „Flybys“ die einmal kurz vorbeischauen und dann blitzschnell wieder zu ihrem Facebook Newsfeed zurückkehren. Hast Du ein konkretes Produkt, dass Du verkaufen möchtest? LG. Marc

      Antworten

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